Am Samstagabend hatte der TSV Alfdorf/Lorch/Waldhausen in der Kultur- und Sporthalle Alfdorf den TV Weilstetten zu Gast. Die Mannschaft von der Schwäbischen Alb stand vor dem Spieltag mit 6:2 Punkten auf Rang vier der Tabelle in der Oberliga. Die Heimmannschaft wollte natürlich weiterhin ungeschlagen bleiben und die Tabellenspitze nicht abgeben. Gute Voraussetzungen für ein spannendes Spiel und dies sollte es auch werden. Dank eines gut haltenden Torhüters Zeno Bujtas und mit einem Moritz Friedel, der in der ersten Halbzeit überragend spielte und fünf seiner insgesamt sechs Tore erzielte, gewann die Heimmannschaft das Spiel knapp mit 30:29. Dabei traf das Djokic-Team bei Strafwürfen sehr schlecht. Von fünf Sieben-Meter-Würfen wurden vier verworfen. Obwohl Allowa in der 56.Minute deutlich mit 29:24 geführt hatte, kam zum Ende des Spiels nochmals Spannung in den letzten vier Minuten auf, weil der Gast buchstäblich bis zur letzten Sekunde kämpfte.
Die Heimmannschaft ging schnell durch drei Tore von Friedel, Dominik Weiß und Marvin Fuß mit 3:0 bis zur 4. Minute in Führung. Spiertrainer Aleksa Djokic, der durch eine Erkrankung in der vergangenen Woche noch geschwächt war, vergab in dieser Phase den ersten Strafwurf für sein Team. Kurze Zeit später machte es der Weilstetter Daniel Weckenmann, der insgesamt mit 10 Toren der beste Schütze des Spiels war, nicht besser. Er scheiterte an Bujtas. In der 9. Minute stand es 4:4. Danach schaffte Allowa es immer wieder, einen Vorsprung von bis zu drei Toren zu erzielen. Kreisläufer Fabian Groß, neben Friedel der beste Allowa-Torschütze, schaffte kurz vor der Halbzeit das 15:14, das gleichzeitig den Halbzeitstand bedeutete.
Nach der Pause kam Allowa gut ins Spiel. Zwei Mal Fuß, Sascha Laurenz, Ben Stettner und Friedel schafften es, bis zur 37. Minute einen Spielstand von 20:16 zu erzielen. In der 49. Minute betrug der Vorsprung gar sechs Tore nach Treffern von Laurenz und dem einzigen verwerteten Strafwurf für die Heimmannschaft, den Simon Dürner im Weilstetter Tor versenken konnte. Der Sechs-Tore-Vorsprung blieb bis zum Beginn der 54. Minute bestehen, beim Stand von 28:22. Wer nun glaubte, dass die Heimmannschaft diesen Vorsprung heimschaukeln kann, sah sich getäuscht. Die junge Weilstetter Mannschaft kämpfte wie die Löwen, stand in der Abwehr großartig und die Heimmannschaft vergab Chance um Chance. Zunächst traf lediglich noch Dominik Weiß zum 29:24. Die nächsten vier Tore erzielten die Gäste. Dürner hätte exakt eine Minute vor Schluss den Sack bei einem Strafwurf zumachen können. Doch auch er zeigte Nerven und scheiterte vom Punkt. Zwischenzeitlich kamen die Gäste 25 Sekunden vor dem Spielende auf 29:28 heran. Robin Greiner erlöste sein Team 12 Sekunden vor Schluss, als er zum 30:28 traf. Der Jubel der zahlreichen Zuschauer war entsprechend groß. Drei Sekunden vor dem Schlusspfiff der sehr gut leitenden Schiris Volle/Härterich trafen die Gäste zum letzten Mal.
Überglücklich lag sich das Djokic-Team in den Armen, das gegen eine großartigen Gegner ein gutes Spiel gezeigt hatte, sieht man von der Strafwurfschwäche mal ab.
Am kommenden Samstag um 19.30 Uhr geht es für den Tabellenführer gegen den Mitaufsteiger TSV Bartenbach in Göppingen. Betrachtet man die Tabellensituation ist Allowa eindeutig der Favorit, da die Spieler aus dem Göppinger Vorort am Tabellenende stehen und bis zum Samstag noch ohne einen Pluspunkt dastanden.
Allowa spielte mit Felix Beutel und Zeno Bujtas im Tor, Robin Greiner (1), Vanja Zec, Leon Weiß, Robin Schuster, Sascha Laurenz (3), Fabian Gross (6), Ben Stettner (1), Dominik Weiß (5), Simon Dürner (2), Moritz Friedel (6), Marvin Fuß (5), Lukas Egger, Aleksa Djokic (1)