Dank einer mehr als souveränen Leistung der gesamten Mannschaft besiegte am Samstagabend der TSV Allowa die HSG Böblingen/Sindelfingen im Wohnzimmer der Heimmannschaft überaus deutlich mit 31:43. Damit bleibt die Mannschaft weiterhin ungeschlagener Tabellenführer der Verbandsliga. Die Mannschaft von Aleksa Djokic spielte sich zeitweise in einen regerechten Spielrausch und beherrschte über die gesamte Spieldauer den Gegner. Und das gegen die Doppelstädter, einen Angstgegner des TSV. Vor Jahresfrist hatte man gegen dieselbe Mannschaft noch deutlich verloren. Nicht zuletzt wegen starken Leistungsschwankungen und erheblichem Leichtsinn im Spielablauf. Ganz anders heuer. Von Anfang an war man bis in die Haarspitzen motiviert. Dies konnte man über 60 Minuten Durchhalten. Die Spielgemeinschaft aus der Doppelstadt konnte einem manchmal richtig leidtun, weil das Team von Marco Cece durchaus ordentlich spielte, aber oftmals für ihr Engagement und ihren Einsatz nicht belohnt wurde. Jemand aus der Siegermannschaft besonders hervorzugeben wäre ungerecht, weil von den Torhütern bis zu den Linksaußen alle Allowa-Akteure ein tolles Spiel lieferten, das von den circa 350 Zuschauern in der Böblinger Murkenbachhalle auch belohnt wurde.
Robin Greiner, Linksaußen beim Tabellenführer, konnte wegen einer Fußverletzung, die er sich im vergangenen Spiel gegen Remshalden zugezogen hatte, nicht eingesetzt werden. Er konnte die große Show seiner Kameraden nur von der Auswechselbank verfolgen, freute sich jedoch mit seinen Mitspielern über die vielen gelungenen Aktionen.
Die Gäste gingen nach etwas mehr als einer Minute durch Sascha Larenz in Führung. Von da an gab man die Führung nicht mehr ab. Zwei Mal Marvin Fuß, Djokic, Dennis Kaumann und Kevin Neumaier brachten Allowa bis zur 12. Minute mit 5:7 in Führung. Zeno Bujtas hielt danach einen 7-Meter, nachdem er vorher schon einige klare Torchancen der Heimmannschaft zunichte gemacht hatte. Allowa schaffte es dann bis zur 27. Minute konstant einen Vier-Tore-Vorsprung zu erzielen – 13:17. Die tapfer kämpfende Heimmannschaft konnte den Vorsprung der Gäste zwar wiederholt egalisieren, zu mehr reichte es aber nicht. In den verbleibenden drei Minuten bis zur Halbzeit gab der Gast nochmals richtig Gas. Leon Weiß, Djokic, Fabian Groß und Hannes Bhler und sogar Torwart Bujtas schafften bis zur Halbzeit einen 5:1 Lauf, so dass man mit 14:22 in die Pause ging.
Die Heimmannschaft kam dann besser aus der Pause und erzielte bei einem Gegentreffen von Djokic einen 3:1 Lauf. Bis zur 37. Minute hatte Allowa wieder eine Führung von 10 Toren – 18:28 zu verzeichnen. Zwölf Tore betrug der Vorsprung durch ein weiteres Tor des Torhüters Bujtas in der 43. Minute. Die Gastgeber kämpften wacker weiter, scheiterten aber immer wieder am mittlerweile eingewechselten Torhüter Primoz Prost, der auch seinen Teil durch seine großartigen Paraden einbrachte. Zeitweise betrug der Vorsprung der Gäste bis zu 14 Tore in der 50. Minute durch einen Treffer von Groß und in der 53. Minute durch ein Tor des Kapitäns Robin Schuster.
Schlussendlich war es dem besten Akteur der Gäste, Rechtsaußen Marian Hankele, vorbehalten, das letzte Tor des Spiels zum Endstand von 31:43 am ehemaligen slowenischen Nationaltorhüter Post ins Netz zu treffen.
Allowa Co-Trainer Hans Beutel war nach dem Spiel mehr als zufrieden. „Unsere Mannschaft hat heute eine tolle Leistung gezeigt. Ich habe das Katastrophenspiel im vergangen Jahr auch gesehen. Das war nicht vergleichbar. Alle Spieler haben sich heute mächtig ins Zeug gelegt und einen Gegner geschlagen, der zwar sich bemüht hat, gegen unsere Übermacht nicht angekommen ist.“
Allowa spielte mit Zeno Bujtas (2) und Primoz Prost im Tor, Vanja Zec, Leon Weiß (2), Hannes Bihler (3), Robin Schuster (1), Sascha Laurenz (3), Fabian Gross (8), Kevin Neumaier (3), Marvin Fuß (8), Aleksa Djokic (9), Dennis Kaumann (4)