Mit einer fast blütenweißen Weste starten die Verbandsliga-Handballer des TSV Alfdorf/Lorch/Waldhausen in das neue Kalenderjahr. Lediglich mit einem Minuspunkt leicht befleckt, bei 23 Pluspunkten, ist aktuell das Konto des Tabellenführers der Verbandsliga Staffel 2.
Jochen Heller, der sportliche Leiter der Spielgemeinschaft hatte zu Rundenbeginn einen Aufstiegsplatz als Ziel ausgegeben. Mit dem vierten Tabellenplatz, den die Mannschaft nach der Saison 2024/2025 erreicht hatte, waren sowohl Heller, als auch Spielertrainer Alex Djokic nicht unbedingt zufrieden, zumal man insbesondere in der Rückrunde einige Spiele katastrophal absolviert hatte. Nachdem die Mannschaft aber weitestgehend zusammenblieb und sich zudem Fabian Groß vom Drittligist TSV Neuhausen/Filder der Spielgemeinschaft angeschlossen hatte, wurde die Parole „ganz vorne mitspielen“ ausgegeben. Und jener Fabian Groß, der vorne einen treffsicheren Kreisläufer und hinten einen stabilen Mittelblock spielt, war einer der Garanten für die Stabilität und die momentane Situation der Mannschaft. Hinzu kommt noch mit Dennis Kaumann ein überragender Spielmacher. Er und Marvin Fuß glänzen mit guten Anspielen und sind auch selbst sehr torgefährlich. Darüber hinaus spielen die „Eigengewächse“ Hannes Bihler und Robin Greiner eine sehr gute Runde. Ein weiterer Erfolgsgarant ist Abwehrhüne Vanja Zec, der mit seiner Aggressivität und seiner Reichweite die gegnerischen Angreifer wiederholt schier zum Verzweifeln bringt. Trotz der schweren Verletzung des Stammtorwartes Felix Beutel, der vermutlich in dieser Runde nicht mehr auflaufen kann, ist auf der Torhüterposition kein Manko feststellbar. Der junge Zeno Bujtas und der erfahrene Ex-Bundesligakeeper Primoz Prost, der glücklicherweise als Ersatz für Beutel und als Backup noch kurz vor Rundenstart verpflichtet werden konnte, halten ausgezeichnet. Nicht umsonst hat man mit 322 Gegentoren im Schnitt die wenigsten Tore in der Vorrunde kassiert. Letztendlich war die sehr gute mannschaftliche Geschlossenheit der Hauptgrund für die fast perfekte Vorrunde, daran will man im neuen Jahr anschließen um das große Ziel, den Aufstieg in die Oberliga, zu erreichen.
Einen wichtigen Part besetzt auch noch Co-Trainer und Hans-Jürgen Beutel, der seit Beginn der Saison, die Mannschaft von außen coacht. Der A-Lizenzinhaber bringt eine Menge Erfahrung mit um die richtigen spieltaktischen Entscheidungen zu treffen.
Bis auf zwei Spiele hat die Mannschaft des Tabellenführers seine bisherigen Partien souverän gewonnen. Gegen Ludwigsburg erzielte man in allerletzter Sekunde einen knappen 20:21 Sieg und beim Spitzenspiel gegen den TV Oeffingen traf man auch Sekunden vor Schluss zum glücklichen Unentschieden. Ein ganz wichtiges Spiel steht Ende März an. Dann treffen der TV Oeffingen, aktueller Tabellenzweiter mit 23:3 Punkten und der TSV Alfdorf/Lorch/Waldhausen in Oeffingen aufeinander. Allerdings kann bis dahin noch viel passieren.
Am kommenden Samstag empfängt die Spielgemeinschaft zunächst im letzten Spiel der Vorrunde die Mannschaft des TV Spaichingen. Der Gegner ist für die Allowa-Mannschaft ganz neu. Bekanntestes Gesicht des Gegners ist der Trainer, Alexander Job, der einige Jahre beim VfL Pfullingen und bei Balingen–Weilstetten in der Bundesliga spielte und nach seiner aktiven Zeit die Frauen-Bundesliga-Mannschaft des TUS Metzingen trainierte. Job ist mit der Mannschaft nach der vergangen Runde als Tabellenzweiter aus der Landesliga aufgestiegen. In der Verbandsliga hat sich das Team gut etabliert und ist mit 13:11 Punkten Tabellenachter. Die Mannschaft hat ein sehr ausgeglichenes Torkonto, 351:348, während die Heimmannschaft mit 403 Toren im Schnitt am meisten Tore in der bisherigen Runde erzielt hat.
Spielertrainer Djokic ist sehr zufrieden mit dem bisherigen Verlauf. „Die Runde ist bisher wirklich sehr gut gelaufen und ich hoffe, dass wir diesen Weg weitergehen. Besonders wichtig ist, dass wir genau dieses Niveau und diesen Rhythmus beibehalten.
Spielerisch wollen wir weiterhin auf eine kompakte, aggressive Abwehr setzen und nach vorne schnell und effizient spielen. Das hat bisher gut funktioniert und soll auch unser Markenzeichen bleiben“. „Die komplette Mannschaft ist momentan fit“, so Djokic weiter. Allein Primos Prost, der beim slowenischen Team bei der EM als Torwarttrainer dabei ist, fehlt
Das Team hat auch während der Feiertage trainiert und ist guter Dinge, auch gegen Spaichingen zwei Punkte zu holen.
Angepfiffen wird das Spiel um 20 Uhr in der Sporthalle in Alfdorf.