Am vergangenen Sonntag waren die Remstal Thunder des TSV Alfdorf/Lorch/Waldhausen 2 beim HC Oppenweiler/Backnang 3 gefordert. Gegen die dritte Mannschaft des HCOB, die vor allem mit einer treffsicheren Offensive und einem starken Start überzeugte, wartete auf den TSV eine schwierige Auswärtsaufgabe. Mit den Gebrüdern Röhrle im Team spielte man außerdem gegen ehemalige Spieler des TSV. Trotz einer zwischenzeitlich deutlichen Hypothek bewiesen die Remstal Thunder Moral und fanden im zweiten Durchgang immer besser ins Spiel. Am Ende mussten sie sich jedoch mit 27:38 geschlagen geben.
Kaltstart kostet den Anschluss
Dabei begann die Partie zunächst vielversprechend für die Gäste. Tim Kordulla und Maximilian Fritz brachten den TSV früh mit 2:0 in Führung. Doch die Gastgeber ließen sich davon nicht beeindrucken und fanden schnell ihre Linie. Angeführt vom treffsicheren Frieder Hail drehte der HCOB das Spiel und setzte sich Tor um Tor ab. Nach gerade einmal zehn Minuten stand es bereits 7:2 für die Hausherren.
Auch eine Auszeit der Remstal Thunder brachte zunächst nicht die erhoffte Wende. Zwar verkürzten Maximilian Kinkel, David Günther und Cedric Pohlmann zwischenzeitlich den Rückstand, doch die Gastgeber fanden auf nahezu jeden Treffer die passende Antwort. Vor allem Hail stellte die TSV-Abwehr immer wieder vor große Probleme und war in der ersten Hälfte kaum zu stoppen. Während der HCOB seine Chancen konsequent nutzte, fehlte den Remstälern die nötige Stabilität, um den Lauf der Gastgeber zu unterbrechen.
In der Schlussphase des ersten Durchgangs wurde der Abstand schließlich immer größer. Nach dem 15:8 zog der HCOB weiter davon und stellte kurz vor der Pause auf 24:11. Für die Remstal Thunder war es eine erste Halbzeit zum Vergessen – zu viele Gegentreffer und zu wenig Zugriff auf das Angriffsspiel der Hausherren verhinderten, dass die Partie offen blieb.
Deutliche Leistungssteigerung nach der Pause
Nach dem Seitenwechsel zeigte der TSV jedoch ein anderes Gesicht. Die Mannschaft ließ sich trotz des deutlichen Rückstands nicht hängen und suchte weiterhin konsequent den Weg zum Tor. Felix Krazer und Maximilian Kinkel übernahmen Verantwortung, während Lukas Egger und Maximilian Fritz ebenfalls wichtige Treffer beisteuerten.
Besonders zwischen der 34. und 40. Minute gelang den Remstal Thunder eine starke Phase. Mit Treffern von Egger, Fritz, Bennet Klenk und Kinkel kämpfte sich der TSV Schritt für Schritt zurück in die Partie. Zwischenzeitlich gelangen mehrere Tore in Folge, sodass der Rückstand auf 27:18 schrumpfte. Die Mannschaft zeigte nun deutlich mehr Durchschlagskraft und belohnte sich für ihren kämpferischen Einsatz.
Doch der HCOB hatte auf den Aufschwung der Gäste erneut eine Antwort. Mit Sebastian Forch und Frieder Hail fanden die Gastgeber zurück zu ihrem Tempospiel und verhinderten, dass der TSV den Rückstand weiter verkürzen konnte. Auch in der Schlussphase blieb die Begegnung torreich. Beide Mannschaften kamen regelmäßig zum Abschluss, wobei der HCOB seinen Vorsprung souverän verwaltete.
Moral bewiesen, Ergebnis bleibt deutlich
Die Remstal Thunder gaben sich bis zur letzten Minute nicht auf. Nikolai Wiedmann, Cedric Pohlmann, Lukas Egger und Maximilian Kinkel sorgten in der Schlussphase für weitere Treffer. Besonders Kinkel setzte mit zwei Toren in den letzten Sekunden noch einmal Akzente. Den Schlusspunkt setzte allerdings Noel Tigges für die Gastgeber, der mit seinem Treffer zum 38:27 den Endstand besiegelte.
Unterm Strich steht für den TSV ALLOWA 2 eine deutliche Niederlage, bei der vor allem die schwache erste Halbzeit den Ausschlag gab. Die Leistungssteigerung nach der Pause und die gezeigte Moral sind dennoch positive Ansätze, auf denen die Mannschaft aufbauen kann. Gegen einen offensivstarken HCOB 3 reichte es diesmal nicht, den frühen Rückstand entscheidend zu verkürzen.
Jetzt gilt es für die Remstal Thunder, die richtigen Schlüsse aus der Partie zu ziehen, die Fehlerquote zu reduzieren und die positiven Phasen über die gesamte Spielzeit auf die Platte zu bringen.
Es spielten: Ben Kordulla, Jens Heinzelmann (beide Tor), Bennet Klenk (1), Nikolai Wiedmann (2), Felix Krazer (2), David Günther (3), Cedric Pohlmann (3), Maximilian Fritz (4), Tim Kordulla (2), Max Kinkel (6), Lukas Egger (4), Maik Bareiss